Die Taufe

Unsere Bezeichnung „Baptisten“ (von griechisch „baptizein = Untertauchen) macht deutlich, dass wir die christliche Taufe nach biblischem Vorbild durch Untertauchen als Folge eines persönlichen Bekenntnisses des Glaubens vollziehen.

Immer wieder werden uns dazu Fragen gestellt. Wir möchten hier versuchen, einige Antworten zu geben:



Was ist die Bedeutung der Taufe?

1. Sie verdeutlicht das Begraben werden und die Auferstehung von Jesus Christus
„Christus ist für unsere Sünden gestorben … und wurde begraben. Er ist am dritten Tag vom Tod auferweckt worden.“ (1. Korinther 15,3-4)
„Als ihr getauft wurdet, seid ihr mit Christus begraben worden, und durch die Taufe seid ihr auch mit ihm zusammen auferweckt worden…“ (Kolosser 2,12)

2. Sie verdeutlicht mein neues Leben in Christus
„Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon »neue Schöpfung«. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ (2. Korinther 5,17)
„Durch die Taufe wurden wir auch zusammen mit ihm begraben. Und wie Christus durch die Lebensmacht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so ist uns ein neues Leben geschenkt worden, in dem wir nun auch leben sollen.“ (Römer 6,4)

Wichtig:
Die Taufe macht niemanden zu einem Glaubenden – sie zeigt nur, dass Sie bereits gläubig sind.
Die Taufe „rettet“ Sie nicht – das macht allein der Glaube.
Die Taufe ist vergleichbar einem Ehering – sie ist ein äußeres Symbol der Entscheidung für Gott, die Sie in Ihrem Herzen getroffen haben.
„Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgend etwas rühmen können.“ (Epheser 2,8-9)



Warum Taufe durch Untertauchen?

1. Weil Jesus auf diese Weise getauft worden ist
„Sobald Jesus getauft war, stieg er aus dem Wasser.“ (Matthäus 3,16)

2. Jede Taufe in der Bibel war eine Taufe durch Untertauchen
(Ein Beispiel von vielen) „Die beiden stiegen ins Wasser hinab, Philippus und der Äthiopier, und Philippus taufte ihn. Als sie aus dem Wasser herausstiegen…“ (Apostelgeschichte 8,38-39)

Das Wort Taufe kommt von „Tief“. Das griechische Wort „baptizo“ meint: „Unter Wasser tauchen“. Die Taufe ist das beste Symbol für „Begraben werden“ und „auferstehen“.


Wer sollte getauft werden?

Jede Person, die an Jesus gläubig geworden und alt genug ist, die Bedeutung von Taufe und Nachfolge zu verstehen. (ab ca. 14 Jahren)
„Alle, die seine Botschaft annahmen und glaubten, ließen sich taufen.“ (Apostelgeschichte 2,41)


Wann sollte ich mich taufen lassen?

Sobald Sie gläubig geworden sind.
„Da ergriff Philippus die Gelegenheit und verkündete ihm, von dem Prophetenwort ausgehend, die Gute Nachricht von Jesus. Unterwegs kamen sie an einer Wasserstelle vorbei, und der Äthiopier sagte: »Hier gibt es Wasser! Spricht etwas dagegen, daß ich getauft werde?« Er ließ den Wagen anhalten. Die beiden stiegen ins Wasser hinab, Philippus und der Äthiopier, und Philippus taufte ihn.“ (Apostelgeschichte 8,35-38)

Es gibt keinerlei Gründe zum Warten. Sobald Sie sich entschieden haben, Jesus Christus in Ihr Leben aufzunehmen, können und sollten Sie sich taufen lassen. Wenn Sie warten, bis Sie „perfekt“ sind, werden Sie sich wahrscheinlich nie „gut genug“ fühlen.


Bedeutet meine Taufe automatisch Mitgliedschaft in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Rinteln?

In aller Regel ja, aber nicht unbedingt. Die Entscheidung für Jesus Christus, die die Taufe zum Ausdruck bringt, ist eine Entscheidung. Biblisch und richtig ist, dass die Aufnahme in die Gemeinde Jesu fest mit der Taufe verbunden ist (ich werde in den „Leib Christi eingegliedert“). Dennoch ist die Entscheidung zur Mitgliedschaft in einer konkreten Ortsgemeinde eine zweite Entscheidung. In aller Regel entscheiden Sie sich zur Mitgliedschaft in der Gemeinde, in der Sie getauft werden. Unter Umständen können Sie aber auch Mitglied in einer anderen Kirche/Gemeinde bleiben bzw. werden.


Was muss ich bei der Taufe anziehen?

Das kann individuell abgesprochen werden. Ein guter Vorschlag sind eine helle oder dunkle Hose, dazu ein weißes T-Shirt oder Ähnliches bei Frauen und ein weißes Oberhemd bei Männern.


Wann und bei wem melde ich mich zur Taufe?

Wer den Wunsch zur Taufe verspürt, kann sich jederzeit bei Gemeindereferent Ruedi Knöpfel melden.


Was passiert, nachdem ich mich zur Taufe gemeldet habe?

Herr Knöpfel wird mit Ihnen einen Gesprächstermin vereinbaren, in dem Sie darüber sprechen, wie Sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind und warum Sie sich taufen lassen möchten. Er wird Ihnen helfen, Ihren Glaubensweg für das „Zeugnis“ vor der Gemeinde (s.u.) schriftlich zu verfassen. Desweiteren werden alle organisatorischen Fragen besprochen.


Muss ich irgendetwas sagen?

Ja. Es ist wichtig, dass andere die Glaubhaftigkeit und die Ernsthaftigkeit Ihres Glaubens und Ihres Taufwunsches bestätigen können. Darum müssen Sie ihnen von Ihrem Glauben und Ihrem Taufwunsch in einem so genannten „Zeugnis“ erzählen. (Das kann schriftlich vorbereitet sein; s.o.) Dies geschieht in einem öffentlichen Gottesdienst, da der Glaube zwar persönlich, aber niemals privat ist.
„Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn jemand fragt, warum ihr so von Hoffnung erfüllt seid.“ (1. Petrus 3,15)


Wer entscheidet, ob ich getauft werde oder nicht?

Kann die Gemeinde die Ernsthaftigkeit und die Glaubhaftigkeit Ihres Glaubens und Taufwunsches erkennen, bringt sie das durch die Zustimmung zum Ausdruck, Sie als „neue“ Schwester bzw. „neuen“ Bruder in der Gemeinschaft der Gemeinde willkommen zu heißen und Verantwortung für Sie zu übernehmen.


Haben Sie weitere Fragen zur Taufe?

Bitte wenden Sie sich an Gemeindereferent Ruedi Knöpfel